MZ, Montag 10. Dezember 2001 Zur Weihnacht am Theater gehören Bernburg Künstler Zur Weihnacht am Theater gehören Bernburg Künstler Von HERBERT JESCHKE  Annelie Leuthäuser im Duett mit Kersten Liebold. Quelle: mz
Foto: K.Friedrich, H. Scholz Bernburg/MZ. Weihnachten am Bernburger Theater sind seit
Jahren untrennbar mit Veranstaltungen verbunden, die beliebte
hiesige Künstler gestalten. So war auch die Premiere des
diesjährigen Programms am Sonnabendabend wie der ein großer
Erfolg. Für die Gesangsdarbietungen traten Annelie Leuthäuser, Ines
Trumpler-Schwitkowski und Kersten Liebold auf die kleine Bühne des
Metropols und zwischen das Publikum. Begleitet wurden sie da bei
musikalisch von Vera Böhlk mit Violoncello und Carola Senteck am
Klavier. Im Schaukelstuhl sorgte wieder Wolfgang Löffler als
Geschichten erzählender Märchenonkel mit unnachahmlichem Charme für
Besinnlichkeit und für gute Laune. Wäre es nicht ein Weihnachtsprogramm, so könnte bei der
inhaltlichen Gestaltung des Programms von einem gut gemixten
Cocktail gesprochen werden. Mit einem Ausschnitt aus dem "Messias"
von G. F. Händel wurde die musikalische Einstimmung wunderbar
getroffen. Löffler forderte mit dem "Lächeln" etwas ein, das nichts kostet,
aber vieles geben kann. Mit seinen bei den
Erich-Kästner-Geschichten vom Puppenduell und dem Interview mit dem
Weihnachtsmann brachte er nicht nur ein Lächeln, sondern ein Lachen
in das Programm. Und mit "Der Stern" von Wilhelm Busch zeigte er
einen Dichter, den von dieser besinnlichen Seite nur wenige
kennen. Mit den Gesangspartien, gleichermaßen im Duett oder als Trio,
war Besinnliches mit hoffnungsfrohen Inhalten verbunden. Die
Künstler konnten erneut ihre hohe stimmlichen Qualitäten beweisen.
Besondere Gelegenheiten für eine ausgefeilte Interprpretation hatte
Frau Trumpler-Schwitkowski mit "Selige Weihnachtszeit". Für Annelie
Leuthäuser bot sich die Gelegenheit der vollen Entfaltung ihrer
Stimme mit dem "Ombra mai fu" von Händel. Ein Solo für Violincello gab Vera Böhlk mit Menuetten aus der
Suite in G-Dur von Johann Sebastian Bach Gclegenheit, sowohl ihre
künstlerische Leistungsfähigkeit vorzustellen als,auch Altmeister
Bach in das vielschichtige Programm einzubinden. Mit dem
"Abendsegen" aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel" von Engelbert
Humperdinck verabschiedeten sich die Künstler von ihrem
Premierenpublikum, das ausdauernd Beifall spendete. Beendet wurde dieser vorweihnachtliche Abend mit dem Lied "Oh,
du fröhliche". Das Programm wird nochfünf mal in den nächsten Tagen
wiederholt. |