Wichtige Information

music-a-vera.de wird auf das moderne CMS Joomla umgestellt. Die Seite auf der Sie sich zur Zeit befinden wird in Zukunft nicht mehr aktualisiert und dient nun als Archiv.

Bitte rufen Sie die Startseite von www.music-a-vera.de auf, um aktuelle Informationen zu erhalten.

music-a-vera

Musik erleben und verstehen

Vera Böhlk Musikpädagogik, Saalweg 13, 06406 Bernburg, Tel./Fax:03471/624840 e-m@il:veraboehlk@music-a-vera.de

info_icon

Aktuell
auf music-a-vera.de

Presse

Cantalino singt Gugubo

MZ-Artikel Auftritt Cantalino im neuen Gemeindezentrum St. Bonifatius

mehr...

Kinder für Kinder

MZ-Artikel Kinder für Kinder Herbst 2006

mehr...

Tag des Singens

MZ-Artikel Tag des Singens Goetheschule 2006

mehr...

Vorstellung

Über mich...

Vorstellung Vera Böhlk

mehr...

© Olaf Böhlk, 2006

MZ, Montag 14. Oktober 2002

Silcher-Chor stellte seinen Namenspatron vor

Konzert unter Leitung von Vera Böhlk - Gisela Röhl führt plaudernd durch das Programm - Solistische Kostbarkeiten

Lieder-Nachmittag im Pfauschen Stift

Von HERBERT SCHOLZ

Einen Liedernachmittag vor 100 Zuhörern gaben am Sonnabend die Mitglieder des Silcher-Chores

Quelle: mz Foto: K. Friedrich

Bernburg/MZ. Im Gemeindehaus des Pfauschen Stifts gaben am Sonnabendnachmittag die Sängerinnen und Sänger des Friedrich Silcher-Chores unter Leitung von Vera Böhlk einen Liedernachmittag. Er stand unter dem Motto: "Kennen Sie Friedrich Silcher?"

Im Programm dieses Liedernachmittags standen deswegen auch hauptsächlich Melodien von Friedrich Silcher. Andere Melodien, wie beispielsweise Volkslieder und Weisen von Franz Schubert oder Carl Friedrich Zelter, dem Begründer der ersten Liedertafel, trugen zumindest im Satz die Handschrift von Silcher.

Mit einigen Volksweisen begann das Chorkonzert. "Des Sommers letzte Rose" kam aus Irland. Ewig jung bleibt wohl die Weise "Wenn alle Brünnlein fließen", auch wenn sie schon 1534 entstanden ist. Und "Das Lieben bringt groß Freud" gilt sicher nicht nur im Schwäbischen, woher es eigentlich stammt.

Immer wieder waren die etwa 100 Zuhörer geneigt, in die diese und auch andere Lieder mit einzustimmen, wie etwa bei "Es, es, es und es" oder ĄDie Lorelei", dem Gedicht von Heinrich Heine, das Friedrich Silcher vertont hatte. Apropos: Heine. Zwei weitere Gedichte von ihm und eines von Ludwig Uhland trug Gisela Röhl in ihrer Moderation vor.

Das gesprochene Wort machte nicht nur mit den Texten und ihren Autoren sowie den Melodien und ihren Komponisten bekannt, sondern fügte auch die wichtigsten biografischen Daten von Friedrich Silcher nahtlos in das Programm ein. Mit wenigen, aber markanten Sätzen wurde das Leben des Namenspatrons des Chores, der 1789 in Schnait (Remstal) geboren wurde und 1860 in Tübingen starb, nachgezeichnet.

Zusätzliche Kostbarkeiten des Nachmittags waren das von Luca Koken, 11 Jahre, und Vera Böhlk vierhändig auf dem Klavier gespielte "Heideröslein", eine von Sven Koken, 12 Jahre, auf dem Klavier gespielte Arabeske sowie eine Sonatina von Beethoven, die Luca auf dem Violincello und Vera Böhlk auf dem Klavier vortrugen.

Der Friedrich-Silcher-Chor selbst ist aus einem 1838 gegründeten Männerchor hervorgegangen. Seit 1955 hatten die "Silcher" auch ei nen Frauenchor. Seit einigen Jahren aber singen Männer und Frauen wieder vereint.

AUS DER BIOGRAFIE - Friedrich Silcher

Der Namensgeber für den Friedrich-Silcher-Chor wurde am 27. Juni 1789 geboren und starb am 26. August 1860. Er wurde zunächst wie sein Vater Dorfschullehrer. Schon früh stellte sich seine musikalische Begabung heraus.

Die einflussreiche Familie von Berlichingen in Schorndorf engagierte Sil cher in den Jahren 1807 bis 1809 als Hauslehrer.

Die gleiche Familie vermittelte ihn an eine Mädchenschule in Ludwigsburg, wo er von 1809 bis 1815 tätig war. Hier trifft Silcher auch auf Carl Maria von Weber.

Von 1815 bis 1817 lässt sich Silcher in Stuttgart als Privatmusiklehrer nieder. Er nimmt Klavier- und Kompositionsunterricht. 1817 wird Friedrich Silcher als Universitätsmusikdirektor und Lehrer an das Evangelische Stift in Tübingen berufen.

Dort gründet er 1829 die Akademische Liedertafel und danach verschiedene Chöre. Darüber hinaus leitet er das Orchester des Stifts.