MZ-Artikel Adventskonzert Silcherchor Marienkirche Bernburg vom 02.12.2003 Musikalischer Streifzug durch die Zeit Peter Blail spielte das Präludium und die Fuge D-Dur für Orgel von Dietrich Buxtehude Von HERBERT SCHOLZ  Im letzten Drittel des Silcher-Konzerts sang der gemischte Chor. Quelle: mz
Foto: K. Friedrich Bernburg/MZ. In der Marienkirche Bernburg gab der Friedrich-Silcher-Chor ein Adventskonzert. Genau genommen waren es drei Chöre, die die Musikfreunde erfreuten. Den Reigen der Melodien eröffneten die jungen Sänger des Projektchores mit einer anspruchsvollen Weise, die vor fast 700 Jahren entstand. Guilaume de Machat lebte von 1300 bis 1377 und komponierte neben anderen Werken die Messe de Nostre Dame, woraus "Sanctus" erklang. Später trug der Projektchor zwei Titel von Komponisten der Gegenwart vor. Gleich zu Beginn betraten auch die Jüngsten den Chorraum und sangen frisch und fröhlich fünf Titel. Das Repertoire Kinderchores "Cantalino" reichte vom spanischen Kinderlied über Eigenkompositionen von Olaf Böhlk zum bekannten "Alle Jahre wieder" des Namenspatrons Friedrich Silcher (1789 bis 1860). Ehe der eigentliche Silcherchor seine Lieder darbrachte, interpretierten Instrumentalisten klassische Musik. Als Blockflötenduo spielten Nora Schulz und Felix Weber gemeinsam mit Vera Böhlk, die als Dirigentin der Silcher auch die Gesamtleitung des Konzerts hatte, Auszüge aus einer Sonate von William Corbett (1669 bis 1748). Präludium und Fuge D-Dur für Orgel von Dietrich Buxtehude (1637 bis 1707) spielte als besonderen Genuss Peter Blail. Der große Chor begann seinen Part mit dem äußerst schwierigen "Locus iste" von Anton Bruckner (1824 bis 1896). Die Zuhörer hatten durchaus Verständnis, dass nicht gleich der erste Einsatz klappte. Aber dann kamen Sänger und Publikum so richtig in Adventsstimmung. Nicht zuletzt lag dies an solchen Titeln wie "Sind die Lichter angezündet", "Tochter Zion" oder "Indulci jubilo", einer Weise aus dem 14. Jahrhundert, gesungen mit Orgelbegleitung. Vor dem Finale aller drei Formationen der Silcher waren Sven Koken, Alexandra Rivera, Elisabeth Hey und Nora Schulz als Blockflötenquartett zu hören. |