Erste "Sonntags-Matinee" in Schloss Bernburg Zahlreiche Besucher erlebten den Start der neuen Konzertreihe am 31.10.2004
Auftrittsstress, Lampenfieber und Aufregung gehören zum Alltag jedes Musikers. Die Angst vor der gespannten Ruhe bis zum ersten Ton, die Kraft, die geballte Aufmerksamkeit der Zuhörer zu ertragen und die Fähigkeit, die Freude am Instrumentalspiel nicht zu verlieren, wenn einmal ein lange geübtes Musikstück beim Konzert nicht klappt - all dass sind Emotionen, mit denen ein Instrumentalist umgehen lernen muss.  Joachim Wagner spielt einen Tango
Davon konnten sich auch die Besucher des ersten Konzertes der neuen Reihe "Sonntags-Matinee im Grünen Saal" überzeugen. Anders als die "Kinder für Kinder" Konzertreihe wird die "Sonntags-Matinee" von fortgeschrittenen Instrumentalschülern mit technisch entsprechend anspruchsvollen Programmbeiträgen gestaltet.  Martina begleitet Anika und Nora am Flügel
Trotz der Vernachlässigung der letzten Jahre überzeugte der Veranstaltungsort mit seiner guten Akkustik und der Würde der klassizistischen Innenarchitektur, deren Eignung als Aufführungsstätte für Kammermusik er schon in mehreren hier durchgeführten Konzerten bewiesen hat. Zum Einsatz kam erstmals ein erst kürzlich von Vera Böhlk erworbener Blüthner-Flügel aus der Zeit um 1870 dessen Klang und äußere Erscheinung gut mit dem Raum harmonierte.  Einer der Höhepunkte: Sven und Luca am Flügel
Dieser Sachverhalt nutzte vor allem den zahlreichen jungen Pianisten, deren Repertoire von Bach bis zur populären Moderne reichte. Aber auch das Zusammenspiel mehrerer Instrumente kam nicht zu kurz. Neben dem Blockflöten-Ensemble traten auch Duos und Trios auf, bei denen sowohl die Solo- als auch die Begleitparts von Schülern übernommen werden konnten.
Zukünftig sind zwei Konzerte der Reihe "Sonntags-Matinee" im Jahr geplant. Besonderer Dank gebührt der "Kulturstiftung - Bernburg", die die Nutzung des "Grünen Saals" ermöglichte. |